Furth im Wald 2012

Auch 2012 ist Furth im Wald wieder das Ziel unseres alljährlichen Angelausflugs. Und wie immer liefen die Vorbereitungen bereits einige Tage vor dem Start auf Hochtouren. Alleine der Packvorgang dauerte ungelogen etwa 9 Stunden. Erstmal in den Keller runter und die Regale mit den Köderboxen sichten. Ich weiß nicht wie es euch geht aber für mich ist das jedes Mal mit einem „Ahhh und Ohhh“ verbunden. Wie die meisten Spinnfischer ist es bei mir was die Köder betrifft auch eher ein Sammeln als ein Fischen. So kommt es dann einmal oder zweimal im Jahr vor, dass man über Köder und Tackle stolpert das man schon längst aus seiner Bestandsliste gestrichen oder verdrängt hat. Wenn man dann auch noch dem Gewässer entsprechend aus jeder Kiste seine Köder zusammensuchen muss, dauert dies doch eine gewisse Zeit. Wenn man dann abends fix und fertig mit dem Packen ist und vor einem Berg Gepäck steht, stellt sich doch einmal mehr die Frage: „Brauch ich das eigentlich alles? Eigentlich soll es ja ein Urlaub und kein Umzug werden. Die beste Behandlung einer solch präfischialen Sinnkriese ist definitiv die Betrachtung alter Fangbilder. Das puscht (zumindest bei den erfolgreichen Anglern) das Ego und bestätigt den Aufwand den man im Vornherein betreibt.  Abreisetag. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass es sich nicht lohnt den Zug um 9:01 vom Münchner Hbf zu nehmen. Zwar fährt dieser durch und man muss nicht umsteigen, allerdings muss man sich mit Platzproblemen, und anderen Ärgernissen herumschlagen. Lange Rede kurzer Sinn, diesmal wird ein Zug früher genommen, Abfahrt 7:44. Dieser Zug geht zwar nicht direkt nach Furth im Wald (theoretisch zweimal umsteigen) aber da ich mich ohnehin mit Robert in Schwandorf treffen werde spielt das keine Rolle. Zudem ist dieser Zug fast immer leer und man kann sich nach Herzenslust ausbreiten. Wenn das mal kein gutes Argument ist.

 Also Abfahrt von der Haustür 6:30, Ankunft in Schwandorf 10:00. Das geht eigentlich noch. Natürlich liefs nicht so glatt wie man das gerne hätte. Angefangen hatte es mit einem zickigen Bahnautomater der sich beharrlich weigerte mir mein Bayernticket auszudrucken. Naja egal, bis zum Hauptbahnhof reicht meine IsarCard noch.und am Hbf gibt’s sicher noch nen Automaten der funktioniert. Der Weg dahin gestaltete sich allerdings nicht so reibungslos wie erhofft. Um 7:04 befand ich mich im Untergeschoss des Hbf´s und verließ gerade die U-Bahn als ich schwergepackt mit einem eigentlich trivialen Problem konfrontiert wurde. Die Rolltreppen funktionierten nicht. Na super, was machen? 21kg Marschgepäck auf dem Rücken, eine 160cm langes Rutencase in der einen Hand und einen 18kg schweren Trolley in der anderen Hand und DANN verlangt die Münchner Verkehrsgesellschaft auch noch von mir, dass ich das ganze Zeug quer feldein über hunderte von Treppen nach oben schleppe? Toller Service. Das einzige was in den letzten Jahren bei der MVG und der Bahn immer besser wurde, waren die Preise, allerdings nur aus dem Blickwinkel der Betreiber…Da ich mich aber nach wie vor weigerte das Zeug über die ganzen Treppen nach oben zu schleppen (zudem hatte ich keine Ahnung wo sich diese Treppen befanden/Lift nehm ich nie wieder dort, der ist nichts anderes als ein öffentliches Klo bei dem das Schild entfernt wurde) musste ich kreativ werden. Was würde MacGyver an meiner Stelle tun? Richtig, sein Taschenmesser zücken und sich einen Tunnel nach oben buddeln. Keine schlechte Idee aber nach dem neuen Waffengesetz ziehe ich es vor außer bei der Ausübung der Fischerei keine Klingen mehr mit mir zu führen. Diese Option fiel also aus. Kurzum, ich habe durch einen Zug hindurch das Gleis gewechselt da auf der anderen Seite EINE Rolltreppe in Betrieb war. Zugegeben, keine große Herausforderung, nur ein großes Ärgerniss aber als Münchner ist man Ärger mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ja gewöhnt. Der einzige Grund warum man eine U-/S-Bahn gebaut hat war, dass die Maultiere früher zu viele Haufen in der Innenstadt hinterlassen haben. Die Kosten für Pflege und Instandhaltung der Maultiere als Transportmittel waren und sind allerdings immer noch günstiger als die der MVG. Nebenbei bemerkt lohnt es sich nicht sich an den Kundenservice der MVG zu wenden, diese Erfahrung hatte ich bereits Anfang des Jahres gemacht als permanent U-Bahnen ohne Ansage ausfielen und ich fast täglich später in die Arbeit kam. Auf meine Beschwerde Email wurde erst 2 Wochen später mit eine lapidaren Dreizeiler geantwortet in dem die üblichen Entschuldigen standen. Das machts aber nicht besser.  Egal, Blick stur nach vorne und auf in den Urlaub. Da stand ich dann also, leicht verschwitzt und halbwegs glücklich. Doch was kam dann? Laut Internet Fahrplanauskunft sollte ich mich auf Gleis 26 einfinden – gesagt getan. Doch es kam wieder mal anders… Kurz vor der eigentlichen Abfahrtszeit kam eine leise und etwas genuschelte Durchsage: „Zug nach Regenburgs…nuschelnuschel…Änderung…nuschel…Gleis 21…nuschel“. Ok, noch ein paar Minuten bis zur Abfahrt also schnell den Rucksack geschultert, die restlichen Gepäckstücke gepackt und dann die eine gesengte Sau quer rüber zum anderen Gleis gehastet, in Stallone Manier einen gewagten Sprung in die sich schließende Tür gemacht nur um eine Minute später zu hören, dass sich die Abfahrt um wenige Minuten verzögert. Geil, aber immerhin ne gute Show für die anwesenden Personen. Tja, man muss seinen Mitmenschen ja auch mal was bieten. So far…natürlich saß ich wieder auf einem der Notplätze neben der Toilette. Rein schon aus Traditionsbewußtsein. Nachdem ich mein Gepäck halbwegs sicher verstaut hatte, begann ich meine Mitreisenden zu mustern. Neben einem jungen Pärchen und einem Haufen Endzwanziger Mädels die sich gackernd über den Junggesellinnen Abschied unterhielten war nichts Interessantes zu entdecken. Das Pärchen hatte offensichtlich die Nacht durchgefeiert und war entsprechend müde. Während er in alter Männermanier seiner Freundin die starke Brust als Schlafplatz offerierte und sie gegen mögliche Gefahren schützte, gab sie sich ihrem Schlafbedürfnis hin. Soll heißen sie lag da wie tot, quer über 1,5 Sitze, den Kopf in Schräglage , der Ausschnitt in meine Richtung und der obligatorische Speichelfaden der sich aus dem linken Mundwinkel langsam Richtung Boden senkte durfte natürlich auch nicht fehlen. Sah aber trotzdem irgendwie niedlich aus. Na auch egal. Nach guten 2,5 Stunden war auch diese Fahrt vorbei. Robert kam pünktlich in Schwandorf an und es ging weiter. Nach dem einchecken im Postgarten gings weiter die Wochenkarte zu kaufen. Die Freude währte nicht lange… kostete die Karte im letzten Jahr noch 31€ verlangte man dieses Jahr 45€. Das entspricht in etwa einer Preissteigerung von 45%. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Einer der Gründe ist sicherlich die Pachtvergabe des Drachensees an den Further Fischereiverein welcher den Drachensee seit 2012 bewirtschaftet. Über andere Gründe kann nur spekuliert werden. Möglicherweise waren auch die Fangberichte der letzten Jahre auf Angeln-24.de ausschlaggebend für die Preissteigerung, konnten wir doch einige schöne Fische fangen. Dass der Mehrpreis aus den Kartenverkäufen dem Besatz der Chamb zugutekam, darf allerdings bezweifelt werden. Viel eher ist zu erwarten, dass das meiste Geld in den Besatz bzw. zur Deckung der Pachtkosten des Drachensees fließt. Schade eigentlich, handelt es sich doch bei der Chamb um ein wirklich hübsches, größtenteils naturbelassenes Gewässer.

 Da der Salmonidenbestand nur kurzzeitig im Jahr, nämlich nach dem Besatz, gut ist, machten wir uns angesichts des fortgeschrittenen Jahres keine allzu großen Hoffnungen noch eine Forelle zu erwischen. Auch ziehen wir nach wie vor in Erwägung uns nach anderen Gewässern umzusehen, das Preis-Leistungsverhältnis der Chamb hatte sich offenbar sehr zu unseren Ungunsten verschoben. Ein Alternativgewässer welches wir bereits letztes Jahr befischten wäre der Höllensteinsee welcher landschaftlich betrachtet ein absolut geniales Gewässer ist. Siehe Angeltouren 2011. Der Samstag wurde dann nur noch zum pflegen einiger sozialer Kontakte und zu einem Besuch im Wildgarten genutzt.

 Sonntag, endlich ist es soweit, die hohe Kunst der Fischerei in seiner vollendetsten Form konnte beginnen –theoretisch. Praktisch sahs leider ganz anders aus. Wir nahmen uns zuerst unsere Lieblingsstrecke vor in der wir in den letzten Jahren mit Abstand die kapitalsten und meisten Fische gefangen hatten. Voll Vorfreude gings ans Wasser. Doch dann kam die Ernüchterung. Das Gras am Ufer wies etliche Spuren auf. Also waren schon vor uns einige Angler am Wasser. Naja gut, dachten wir, das Wasser gehört ja nicht nur uns und eine gepflegte Konversation unter Kollegen ist in den meisten Fällen eine Bereicherung. Gesehen haben wir an dem Tag niemanden – keine anderen Angler und nur sehr sehr wenig Fische. Forellen waren gar keine mehr zu fangen (mit Kunstködern) und die lieben Döbel schickten erstmal ihre Kleinkinder an den Haken. Von den vermeintlichen Exemplaren jenseits der 50cm Marke war nichts zu sehen. Selbst die 40 cm Marke wurde nicht erreicht. Das höchste der Gefühle an diesem Tag war ein etwas über 30cm großer Döbel. Naja gut, es war ja auch nur der erste Tag am Wasser …zudem hatte es die Nacht vorher geregnet und das Wasser war leicht getrübt. Zumindest haben wir unser Versagen diesmal darauf geschoben. Abends gings dann gemütlich mit unseren Bekannten ins Wirtshaus, etwas Magenpflege und Konversation betreiben. Nach einer erholsamen Nacht griffen wir erneut an. Diesmal an einer der landschaftlich schönsten Strecken. Zwar fingen wir Fisch, allerdings waren die Ergebnisse mit denen vom Vortag vergleichbar. Auffällig war der gewachsene Barschbestand. Um Missverständnissen vorzubeugen, es handelte sich hier um Fische unter der 20cm Grenze…also nicht unbedingt das was man an der Angel haben möchte. Wir fischten den ganzen Tag eisern und beharrlich weiter. Am Ergebnis hatte sich nichts geändert. Dann kam der Abendsprung, wir beschlossen nochmals auszurücken. Gesagt, getan. Mit den Fliegenruten bewaffnet gingen wir an eine der Chambschleifen und ergatterten in der guten alten Manier einige Lauben als Köderfische. Wenig später baumelten diese an Posenmontagen wenige Zentimeter unterhalb der Schwimmer. Erstaunlicherweise bekamen wir einige schöne Bisse und noch mehr weniger schöne Hänger. Kurzum, es wollte nichts kleben bleiben. Kurz bevor es komplett dunkel wurde kam es zu einer unbedeutenden Verzweiflungstat meinerseits.  Ich packte meine Spinnrute und begab mich zu einer sehr verzwickt zu beangelnden Stelle. Drei Würfe später konnte ich einen schönen halbstarken Hecht mit deutlichen Busspuren landen. Zusätzlich könnte man noch erwähnen, dass auf die Trockenfliegen beim Fliegenfischen auch ein ganz netter Döbel gebissen hat, aber verglichen mit den Ergebnissen der letzten Jahre stellte die Fangausbeute der letzten beiden Tage nichts als Peanuts dar. Schade eigentlich, wir hatten uns deutlich mehr erhofft, da dieser Fluss nicht nur landschaftlich schön ist, sondern auch ein gutes Potential hat, große Fische hervorzubringen. Das geht aber nur, wenn man nachhaltig mit dem Bestand umgeht. Nachdem mit den üblichen Ködern nicht wirklich viel zu fangen war, beschlossen wir am Folgetag mit den neuesten und ausgeklügeltsten Montagen und Ködern zu fischen die wir mit dabei hatten. Stichwort DropShot, Texas- und Carolina Rig und natürlich CreatureBaits. Mann waren das noch Zeiten als der Anglizismus noch nicht so stark in der Angelszene verbreitet war…aber seis drum, der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten.

Dienstag. Da die letzten Tage bescheiden ausfielen beschlossen wir grade extra an die Strecke zu fahren in der wir in den letzten Jahren immer am wenigsten gefangen hatten bzw. Schneider blieben. Gerade extra! Nach dem Frühstück gings also auf ans Wasser. Das Wetter spielte soweit mit und wir konnten die landschaftliche Schönheit genießen, was uns aber aufgrund der schlechten Fänge der letzten Tage nicht so richtig gelingen wollte. Fangtechnisch konnten wir am Abend eigentlich nur einen passablen Fisch verbuchen. Immerhin besser als die Tage zuvor.

 Mittwoch: Abends war eine Grillfeier im Wildgarten geplant, folglich mussten wir uns etwas sputen mit dem Fischen. Schließlich war es unsere Aufgabe für das Feuer und die Fleischwaren zu sorgen. Erschwerend kam hinzu, dass es angefangen hatte stetig zu regnen. Trotz guter Regenkleidung waren wir bereits nach wenigen Stunden durchnässt. Ega, wir zogen es weiter durch, auch wegen der sich langsam einstellenden Fangerfolge. Es wurden an diesem Tag einige schöne Aitel gefangen. Ab und an stellte sich auch noch der eine oder andere kleine Hecht ein. Ansonsten gabs keine fischigen Überraschungen – leider. Die starke Wassertrübung verhinderte offenbar, dass die Fische unsere Köder genau fixieren konnten. Wir hatten extrem viele Fehlbisse, egal ob wir den Köder nun schnell oder langsam führten. Interessant war auch, dass der Köder mehrmals attackiert wurde, als er z.B. unter einem Strauch landete. Allerdings konnten wir meist sehen um welche Fischart es sich handelte. Es waren immer kleine, halbstarke Aitel. Nachdem die Uhr auf 17 Uhr anzeigte beschlossen wir das Fischen abzubrechen und uns lieber auf das Grillfest vorzubereiten. Also erstmal zurück ins Hotel, duschen (!!!), Klamotten wechseln und dann einkaufen fahren. Das Feuer wurde im Retroverfahren hergestellt, also mit Zunder und Feuerstahl. Klappte trotz des vorhergegangenen Regens auch ganz gut. Das Ende vom Lied: Die Grillfeier dauerte bis kurz nach Mitternacht, alle waren satt und leicht angedudelt. Ein gelungener Abend. Der Lagerfeuergeruch sollte das Pensionszimmer noch bis zum kommenden Morgen mehr als ausfüllen. Der anhaltende nächtliche Regen färbte die ohnehin schon sehr braune Chamb nochmals deutlich dunkler und machte es den Fischen noch schwerer die angebotenen Köder zu lokalisieren und zu packen. Daher gaben wir am folgenden Tag die Fischerei in der dafür vorgesehenen Strecke bereits nach einer Stunde auf. Zum einen war es abartig warm und zum anderen stellte sich die bereits erwähnte Trübung des Wassers als massives Hindernis heraus. Kurzum, wir beschlossen an einem der Nebenarme welcher nicht so stark eingetrübt war, noch ein paar Lauben mit der Fliege zu fangen und abends dann einen Ansitz mit Köderfisch zu machen. Leider machten die aufziehenden Gewitter dem ganzen einen Strich durch die Rechnung. Also verbrachten wir den Nachmittag im Wildgarten, kümmerten uns um den Siebenschläfer, fütterten die Schlangen und machten Fotos. Abends gings dann nochmal mit unseren Bekannten zum Essen. Auf dem Rückweg von besagten Essen konnten wir noch einen Blick in die Chamb erhaschen. Braune Brühe triffts recht gut. Die Planung für den kommenden Tag sah vor, nochmal intensiv anzugreifen…

 30° im Schatten und braune Soße zwischen den Beinen – so oder so ähnlich ließ sich der Zustand beschreiben mit dem wir uns am Freitagvormittag konfrontiert sahen. Der Wasserstand der Chamb war deutlich höher als noch am Tag zuvor und die Bräunung mittlerweile sehr intensiv. Die Sichtweite betrug etwa 10cm unter Wasser. Wir wählten unsere Köder entsprechend und wagten einen letzten, verzweifelten Angriff auf die Unterwasserfauna. Nach etwa 20 Minuten waren wir komplett durchgeschwitzt, als ob wir ins Wasser gefallen wären. Die Watstiefel mit Neoprenfütterung und der Rucksack den jeder von uns zu schleppen hatte, taten ihr übriges. Nach etwa 5 Stunden gaben wir auf. Der Flüßigkeitsverlust war einfach zu hoch. So etwas hatte ich bis dato noch nicht erlebt. Das Wasser bzw. der Schweiß stand etwa 1,5cm hoch in den Stiefeln, alle Kleidungsstücke waren komplett (!!!) durchnässt und die Fänge ließen natürlich auf sich warten. Die Ausbeute dieses Tages betrug einen halbstarken Aitel und einen schönen Barsch. Das wars aber dann auch. Wenig Lohn für viele Mühen. Das Frustpotential stieg stetig. Schließlich war es Robert der den Schlussstrich zog. Einen Tag früher als geplant packte er seine Sachen zusammen und verließ gegen Spätnachmittag die Pension um Richtung Heimat durchzustarten. Meine Wenigkeit versuchte das Beste aus dem ganzen zu machen. Folglich blieb ich noch einen weiteren Tag, nützte die Zeit um alte soziale Kontakte wieder aufzufrischen und Freundschaften zu pflegen. Achja und natürlich um Fotos zu machen. Freitag Abend bekam ich dann auch noch Besuch von einer guten Freundin. Gemeinsam mit einem weiteren Freund genoßen wir den Abend bei einem kleinen Lagerfeuer und einem Bierchen. Der nächste Tag zeigte sich aus wettertechnischer Sicht als ziemlich wechselhaft. Bereits in der Früh war es drückend schwül, die Bremsen gaben sich alle Mühe auch das letzte Bisschen Blut aus meinen Adern zu ziehen. Irrsinniger weise war die Chamb an diesem Tag ziemlich klar als ich über die Brücke ging. Der zahme Siebenschläfer verabschiedete sich auf seine Weise. Ein Hemd mit weiten Ärmeln ist sowas wie ein Abenteuerspielplatz für ihn- den Arm hochgelaufen, über den Ärmel einen Einstieg gefunden und quer über den Rücken und hinten am Steiß wieder raus und gleich wieder rein und am anderen Ärmel raus. Geniales Tier. Herrlich…wenig später ging dann auch für mich der Angelurlaub zu Ende. Ab nach München hieß es am frühen Nachmittag. Schließlich sollte es zwei Tage später zum nächsten Angeltrip an die Vils gehen und das Gerät und vor allem die Klamotten mussten vorher noch gewaschen bzw. gepflegt werden.

 Fazit: Hätte ich gewusst was mich dieses Jahr an der Chamb erwartet wäre ich nicht gekommen. 1. Starke Erhöhung der Kartenpreise nur um den Besatz eines neu gepachteten anderen Gewässers zu finanzieren mögen zwar legitim sein aber für den Gastangler sind sie einfach nur ärgerlich. 2. Die Trübung des Gewässers machte ein vernünftiges Angeln dieses Jahr fast unmöglich. 3. Ohne modernste Techniken wäre das Ergebnis wohl deutlich schlechter ausgefallen. Vielen Dank an dieser Stelle an die Angler-Oase welche mich für diesen Trip großzügig mit Ködern ausstattete. 4. Ob wir nächstes Jahr wieder kommen steht in den Sternen. Verglichen mit den Fangergebnissen der letzten drei Besuche an der Chamb ist dieser Trip als komplette Nullnummer zu betrachten. Die althergebrachten Köder wie Miniwobbler fingen schlechter als sonst. Einzig und alleine der Holco Sorcerer in der kleinsten Ausführung brachte einige Fische. Ansonsten bissen fast alle anderen auf sogenannte Creature Baits. Wer mehr Informationen dazu möchte, kann sich vertrauensvoll an die Angler-Oase wenden. Das Angler Sorgentefefon dort ist an 6 Tagen die Woche für seine Kunden freigeschaltet und Roman Wardacki freut sich jedes Mal tierisch wenn er sein Fachwissen an den Mann und vor allem an die Frau bringen kann. Natürlich sollte man sich auch über die Präsentationsmöglichkeiten der Köder informieren, nur um ein paar Schlagworte in die Runde zu werfen: Texas Rig und Carolina Rig.

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ArturO

Der Rhein als Hausgewässer ermöglicht es mir auf diverse Fried- und Raubfische zu angeln. Wenn ich nicht angle bin ich höchstwahrscheinlich im Kino oder genieße eine gute Folge meiner Lieblingsserien.

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