Shad-Power von Henk Simonsz

Als Kunstköderfan waren die letzten Jahre eine wahrlich aufregende Zeit, es kamen immer neuere Methoden und Köder auf den Markt. Um sich damit vertraut zu machen gibt es wie immer zwei Möglichkeiten. Zum Einen kann man sich die Köder kaufen und damit ans Gewässer ziehen und dort versuchen selber herauszufinden wie das Ganze funktioniert oder man macht es auf die althergebrachte Weise und kauft sich ein Fachbuch. Ich für meinen Teil bin da eher Oldschool. Soll heißen Bücherfan.

Als das Buch „Shad-Power“ von Henk Simonsz vor 2 Jahren auf den Markt kam, war das Interesse groß, allerdings schreckte mich der Preis von gut 30€ doch zu sehr ab. Die Zeit verging aber der Preis blieb. Natürlich ist mir klar, dass Bücher einer gewissen Preisbindung unterliegen… aber gerade bei Angelbüchern gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Sonderaktionen bei denen man sich mehr als die Hälfte des ursprünglich dafür verlangten Geldes sparen konnte. Nunja, ich wartete und behielt das Buch im Hinterkopf. Als der Preis dann auf 23€ fiel schlug ich zu.

Zum Buch selbst: Das Buch kommt im A4 Format daher und besteht aus Hochglanzfotos und dicken, hochwertigen Papier. Nach den ersten Seiten war ich bereits mehr als nur ernüchtert. Es gibt viele Rechtschreibfehler und das Buch ähnelt in der Aufmachung einer bekannten deutschen Tageszeitschrift welche nicht unbedingt für ihre Objektivität bekannt ist… So kam es mir beim Lesen vor, als ob bei der Übersetzung aus der Muttersprache von Herrn Simonsz doch einige Übersetzungsfehler gemacht wurden die den Sinn leicht verfremden und so nicht unbedingt einen professionellen Eindruck des Ganzen vermitteln. Zusätzlich, so scheint es, wurden die vielen Bilder verwendet um vom eher mageren Inhalt etwas abzulenken…wie wir das aus der oben genannten Tageszeitung ja auch kennen. So kommen eine Menge Bilder im Buch vor die mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun haben. Klar, etwas Illustration muss sein aber hier fiel es mir doch ziemlich negativ auf. So sieht man auf den ersten Seiten Bilder von Greifvögeln, Herrn Simonsz auf seinem Motorrad usw. es fehlt ganz schlicht und einfach der Bezug zur Angelei. Auch der große Zeilenabstand vermittelt eher den Eindruck als ob man vergeblich darum bemüht wäre, den Platz von gut 203 Seiten zu füllen.

Herr Simonsz mag einer der besten Kunstköderfischer unserer Zeit sein, das steht ausser Frage aber irgendwie stellt dieses Buch definitv keinen Meilenstein in der Geschichte der Kunstköderfischerei dar. Wer ein richtig informatives und hochwertiges Buch zum Thema Spinnfischen und Kunstköder sucht ist mit den Büchern „Der Hecht“ von Bertus Rozemeijer bzw. Kunstköder von Dietmar Isaiasch deutlich besser bedient wenngleich Letzteres auch über einige Rechtschreibfehler verfügt, allerdings vom Sachlichen deutlich besser gemacht ist.

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Pete H.

Geboren, Grundschule, Gymnasium, Uni usw. Seit 2009 im Qualitätsmanagement einer Firma für Biosensoren/Schnelltests
Erste Angelschritte im Jahr 1990
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