Wobbler selbstgemacht – Rohlinge

Wer kennt das nicht? Man steht im Angelladen und bestaunt dort das Angebot an Wobblern. Spätestens beim studieren der Preise und das anschließende abschätzen der eigenen finanziellen Mittel kommt man oft ins Grübeln – oder in pure Verzweiflung.
Nachdem sich dieses Schauspiel bei mir in den letzten Jahren öfters wiederholte, begann ich zu grübeln. Da musste es doch eine Möglichkeit geben…. Gesagt, gesucht und – zum Glück- gefunden.
Über einige Kanäle auf die ich hier nicht näher eingehen möchte und werde bin ich an Wobbler Rohlinge gekommen. Wobblerrohlinge gibt es ja mittlerweile doch einige auf dem Markt, aber die meisten davon sind wirklich schlecht, sowohl die Verarbeitung als auch das Laufverhalten. Bei solchen „Plagiaten” lohnt es sich nicht, Zeit in die Veredelung (Lackieren und Bestücken mit Sprengringen und Haken) zu verschwenden.
Bei den von mir verwendeten Rohlingen handelt es sich um Kunststoffrohlinge mit einer durchgehenden Drahtachse. Die Aktion und das Laufverhalten erinnern sehr stark an einen renomierten Hersteller aus dem östlichen Raum, dessen Namen ich hier nicht nennen möchte/darf. Ob er wirklich der Hersteller „meiner” Rohlinge ist oder nicht ist ohnehin einerlei. Die ersten Laufversuche am See waren auf jeden Fall mehr als erfreulich. Folglich orderte ich noch mal einen größeren Posten der Rohlinge.

Die Rohlinge

Dann ging es um das „Veredeln”. Aber wie? Das normale Anpinseln der Wobbler ist plump und sieht auch nicht gut aus. Man erkennt zumeist jede Pinselführung…das wirkt dann auch irgendwie unprofessionell. Also was machen? Zum Glück habe ich als Kind viel Modellbau gemacht und von dem her musste es noch irgendwo im Keller eine Airbrushpistole geben sowie einen Kompressor. Nach kurzem Suchen wurde ich dann auch fündig. Dann gings los. Noch schnell einige Farben gekauft und auf die Wobbler gestürzt.
Zugegeben, das brushen mit der Pistole ist nicht ganz einfach, von der Geruchsbelästigung mal ganz abgesehen. Aber die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen. Wichtig ist vor allem, dass die Farbe am Wobbler hält. Ich benutze dafür Acrylfarbe, allerdings NICHT auf Lösungsmittelbasis. Das hat den Vorteil, dass die Lacke einfacher zu verarbeiten sind, aber leider sind sie mit Wasser mischbar, d.h. der Lack löst sich teilweise im Wasser. Um das zu verhindern bekommen die Wobbler von mir nachdem alle Lackschichten aufgetragen sind ein Coating. Dieses besteht je nachdem aus mehreren Schichten Klarlack und wenns hart auf hart kommt noch eine dicke Schicht 2k-Epoxy drauf.

Das Ergebnis

Neue Anfertigungen vom Juni 2011

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Pete H.

Geboren, Grundschule, Gymnasium, Uni usw. Seit 2009 im Qualitätsmanagement einer Firma für Biosensoren/Schnelltests
Erste Angelschritte im Jahr 1990
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2 Gedanken an “Wobbler selbstgemacht – Rohlinge

  1. Kirsten

    Hallo, sehen super aus. Aber für mehr Reflexiion und viel bessere Lichtreflexe und damit höhere Fängigkeeit würde ich das neue Tape nehmen. Google mal unter 3D Ultra Lure Tape – kommt aus Deutschland ! Damit erspart man sich ne Menge Arbeit und das Ergebnis ist beeindruckend.

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