Ein paar Tipps zum Fischen mit Jigs

Obwohl der Trend mittlerweile wieder mehr in Richtung Wobbler fischen geht, erfreut sich die Verwendung von Gummifischen in Kombination mit Jigköpfen nach wie vor größter Beliebtheit. Wie lange das noch so weiter geht steht allerdings in den Sternen da der Gesetzgeber aktuell an einem Verbot von Blei in Angelfischerei arbeitet.

Auch hier gilt ebenso wie bei der Reproduktion und dem Kochen, man(n) muss das Eisen schmieden solange es heiß ist. Folglich macht es wenig Sinn sich Gedanken darüber zu machen, welche Bevormundung demnächst wieder aus Berlin über uns hinweg schwappt um dem mündigen Bürger die Knute nochmal ordentlich übers Gesäß zu ziehen.

So schaut´s aus.

Als mittlerweile halbwegs erfahrener (Eigenlob stinkt!) Gummifischangler gibt es nicht viele Missgeschicke die mir im Umgang mit den Jigs noch nicht passiert sind. Fangen wir also mal mit den aus meiner Sicht vermeidbaren Fehlern an.

Die Hakenöse:

Liebe Angler, bitte knotet eure Schnur, sei es nun Mono oder Geflecht, bitte nie direkt in die Hakenöse des Jigkopfs ein. Warum? Nun, dafür sprechen mehrere Argumente.

  • Die Hakenöse ist nie ganz geschlossen. Im ungünstigsten Fall rutscht die Schnur einfach durch die Lücke und der Köder samt Fisch ist weg. Nicht schön wenn man bedenkt, dass das Tier jetzt irgendwo im Gewässer verludert.
  • Selbst wenn die Öse ordentlich gearbeitet und fast komplett geschlossen ist, so dass ein Durchrutschen nicht mehr möglich ist, sind oftmals am Ende des Drahtes scharfe Grate die die Schnur beschädigen und somit zum Verlust des Fisches und des Köders führen können.

    So geht´s richtig. Dann klappts auch mit den Räubern.

Lösung: Um ein Herausrutschen der Schnur aus der Öse zu verhindern bietet es sich an, die Öse mit einem Schrumpfschlauch zur Hälfte zu überziehen. So kann man verhindern, dass der Knoten unkontrolliert hin und her rutschen kann. Zudem macht es Sinn die Schnur nicht direkt in die Öse zu knoten sondern immer einen Snap/Karabiner zu benutzen. Aber auch hier besteht leider die Gefahr, dass sich der Karabiner verkantet und aufbiegt. Ich hatte dies in den letzten Jahren leider zwei Mal. Unglücklicherweise bei besseren Fischen. Trotzdem hatte ich Dusel. Da ich nicht zu den Rambodrillern gehöre, konnte ich beide Fische landen.

So sieht in unseren Augen die optimale Lösung aus. Die Schlaufe des Stingers ist über die Hakenöse geschoben und mit einem Schrumpfschlauch gegen ein Verschieben geschützt. Der Schrumpfschlauch bedeckt eventuell vorhandene offene Hakenösen und verhindert somit wirkungsvoll eine Beschädigung der Schnur. Der Sprengring verhindert ein Abrutschen des Schrumpfschlauches und sorgt für Beweglichkeit.

Der Schrumpfschlauch an der Öse verhindert im Übrigen auch das Verkanten des Karabiners. Alternativ bietet sich hier an, einen Sprengring, wie es bei einigen hochwertigen Wobblern mittlerweile der Fall ist, in das Öhr zu machen. Damit seid ihr auf der sicheren Seite.

Hier nochmal die Frontalansicht des Konstrukts.

Thema Stinger / Angstdrilling

Es gibt Leute die den Stinger direkt in der Öse festcrimpen anstatt diesen über die Öse zu schieben. Abgesehen von einer geringen Flexibilität (an manchen Gewässern sind Drillinge und die Verwendung von Stingern untersagt) besteht auch die wieder die Möglichkeit, dass die Schlaufe des Stingers aus einer nicht geschlossenen Öse heraus rutscht oder von scharfen Graten verletzt wird. Auch hier musste ich vor einiger Zeit Lehrgeld zahlen… Ich kann euch wirklich nur empfehlen die Schlaufe des Stingers über die Öse zu montieren anstatt in ihr. Die Vorteile überwiegen hier deutlich.

Abgesehen davon, dass der Haken stumpf ist, sorgt die Verdickung am Hakenschenkel für ein Aufplatzen des Gummiköders. So also besser nicht.

Der verdickte Schenkel

Viele Jigköpfe besitzen am Hakenschenkel eine Verdickung welche in den Kopf des Gummiköders geschoben wird, wenn man diesen montiert. Leider kommt es dabei oft vor, dass der Kopf des Gummis platzt oder ausfranzt. Das sieht nicht schön aus und der Köder wird auch nicht mehr so gut am Haken halten wie gewünscht. Ich für meinen Teil entferne diese Verdickung von meinen Jigköpfen mit einem Seitenschneider.  Zwar kann es nun sein, dass der Gummikörper nicht mehr so fest auf dem Schenkel des Jigs sitzt, aber hier kann ein Tropfen Sekundenkleber schnell und unproblematisch Abhilfe schaffen.

Besser so. Der Bleisteg am Hakenschenkel wurde entfernt. Der Gummi wird zusätzlich mit einem Tropfen Sekundenkleber fixiert.

 

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Pete

Geboren, Grundschule, Gymnasium, Uni usw. Seit 2009 im Qualitätsmanagement einer Firma für Biosensoren/Schnelltests
Erste Angelschritte im Jahr 1990
Partner
www.angler-oase.de
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