Steinebacher Weiher

Unser Hauptangelgewässer ist ein 3000m² großer Weiher im Süden-Westen von München. Der Fischbestand setzt sich aus Karpfen (bis ca 22Pfd.), Zander, Schleien, Brassen, Barschen und Weißfischen zusammen. Der Weiher wird von zwei Einläufen gespeist, einer kommt dabei aus einem Naturschutzgebiet ca. 1km weiter oberhalb und der andere kommt von einem Fischwasser aus einem Privatgrundstück (gehört dem hiesigen Fischereiverein). Bei Hochwasser erhalten wir dadurch „gratis“ Fische. Die maximale Tiefe des Weihers dürfte bei zwei Metern liegen. Die Gewässergute läßt sich leider nicht eindeutig bestimmen. Es kommen sowohl Bioindikatoren der ersten, als auch der zweiten Klasse vor. Hier zu nennen sind Köcherfliegenlarven, diverse Libellenarten, Bachflohkrebse, Wasserasseln, Schlammschnecken, Rückenschwimmer, Teichmuscheln und Schlammröhrenwürmer. Es kommen außerdem mehrere Froscharten vor, sowie einige Schlangenarten. Bedauerlicherweise haben wir auch eine Bisamrattengroßfamilie am Weiher. Diese unterhöhlen das Ufer sehr stark, so das man sich gelegentlich unfreiwillig im Wasser wiederfindet. Das größte Problem mit dem Bisam ist aber, dass er die für die Wasserfilterung wichtigen Teichmuscheln frißt. Zusätzlich haben wir noch ein festes Paar an Bleßhühern  die jedes Jahr ihre Junge auf dem Weiher großziehen. Dazu kommen noch diverse Enten die sich vor allem im Frühjahr bei uns tummeln. Eisvögel wurden auch schon gesichtet. Gelegentlich läßt sich auch mal ein Graureiher bei uns blicken. Der Boden ist um einen Einlauf herum steinig, der Rest des Gewässerbodens ist mehr oder weniger schlammig. 2003 erfolgte der Versuch Seerosen in die Gewässervegetation einzubauen, ob er erfolgreich war wird sich im Sommer 2004 zeigen. Besonders stark ist Laichkraut und Wasserpest vorhanden. Trotz der großen Gefahr der Verlandung versuchen wir zur Zeit etwas Schilf anzubauen, da dadurch unser Zeltplatz besser abgeschirmt wird.

Zwei Uferseiten sind von Wald gesäumt, die anderen beiden sind von mehr oder weniger freien Feld umgeben. Als beste Angelzeit hat sich der frühe Morgen und die Nacht herausgestellt. Zelten sowie das Übernachten und Feuer machen ist erlaubt. Gefischt wird, wie in Bayern üblich mit zwei Ruten. Fangbegrenzung gibt es nicht, aber große Fische werden von uns grundsätzlich zurückgesetzt um den Laichfischbestand zu schonen. Ein nahegelegener Mithaufen sichert den Vorrat an Mistwürmern und wenn not am Man ist, hilft der Bauer auch gerne mal mit Mais aus. Nachts ist es dort immer besonders lustig. Entweder prügeln sich Katze, Fuchs, Marder und Bisamratte, oder  es beißen die Fische, wobei beides seine (akustischen) Reize hat.

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