Stichlinge fähig zu sozialem lernen?

Nachdem wir bereits über den Pawlowschen Fisch berichtet haben, gibt es erneut erstaunliche Erkenntnisse über die Fähigkeit unserer Fische. Forscher der Oxford University haben sich dem Stichling angenommen, welcher bekanntermaßen ein relativ wintziges Gehirn hat und nachgewiesen dass dieser zu sozialem lernen fähig ist. Diese neue Erkenntnis reduziert den Fisch nunmehr nicht länger auf seine Instinkte, auch die Tatsache man könne einige Fische konditionieren, kann man den Geschöpfen wohl nicht mehr vorhalten. Soziales Lernen ist als Vorstufe der Intelligenz zu verstehen, ob es das Erlernen eines Handgriffes zum Öffnen einer Muschel bei den Schimpansen ist, oder aber Absprachen des Futterplatzes bei den Stichlingen.
Die Forscher fingen für den Versuch 300 ZwergStichlinge und positionierten diese in einem Aquarium mit 2 Futteranlagen. Eine Anlage schüttete viele Würmer aus, die andere weniger. Die Stichlinge entschieden sich, auf Grund der Ausbeute zumeist für den Futterplatz mit vielen Würmern.
Als die Stichlinge nurnoch ihren Artgenossen zugucken konnten, vertauschten die Forscher die Futterplätze. Nachdem diese wieder in dem Futteraquarium Würmer an den 2 Futterplätzen angeboten bekamen entschieden sich die Stichlinge entgegen Ihrer Erfahrung für den Futterplatz den ihre Artgenossen vorzogen während sie diese beoachteten.
Wurde an den Futterplätzen eine identische Anzahl an Würmern angeboten waren die Stichlinge zusehens verwirrt und waren mit der Entscheidung konfrontiert ihren eigenen Erfahrungen oder denen des Schwarms zu folgen.

Hoffentlich spricht es sich nicht unter den Fischen rum dass wir Angler mit diesen Spitzen Haken auf Fische aus sind. Allzu intelligent können diese Fische doch garnicht sein, mögen einige sagen, wenn sie sich von uns Anglern fangen lassen. Aber vielleicht gibt den Leuten die meinen Fische spüren keinen Schmerz anlass zum nachdenken, nachdem jetzt herausgfunden wurde, zu was das Gehirn eines Fisches fähig ist.


Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,630972,00.html

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ArturO

Der Rhein als Hausgewässer ermöglicht es mir auf diverse Fried- und Raubfische zu angeln. Wenn ich nicht angle bin ich höchstwahrscheinlich im Kino oder genieße eine gute Folge meiner Lieblingsserien.

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