Was ist ein guter Wobbler

Viele, gerade die Neulinge im Business fragen sich des Öfteren woran man einen guten von einem schlechten Wobbler unterscheiden kann. Auf den ersten Blick sehen viele Wobbler gleich aus, zumindest von der Form her, aber es gibt einige Unterschiede die sich auf den ersten Blick dem Betrachter entziehen.

Das Dekor:
Hiermit ist nichts anderes gemeint als das Aussehen, bzw. die Farbgebung des Wobblers. Meines Erachtens nach gibt es eigentlich keine schlechten Farben. Jede Farbe fängt ihre Fische, nur liegt es am Angler herauszufinden wann wo welche Farbe fängt. Gerade Neulinge machen hier die meisten Fehler. Als Faustregel kann man sagen auf jeden Fall anders Fischen als seine Kollegen. Das trifft aber meist nur auf stark befischte Gewässer zu. Am Anfang der Saison stützen sich die Räuber noch auf so ziemlich alles was ihnen vors Maul kommt. In solch einer Situation gilt es aufzufallen, und das um jeden Preis. Neigt sich die Saison aber dem Ende zu, so tut man gut daran auf natürliche Dekors umzusteigen. Verstehen sie mich bitte nicht falsch, das ist nur ein Vorschlag und beruht auf meinen Erfahrungen, also bitte nicht als Gesetz oder Non Plus Ultra betrachten, denn Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich bevorzuge Abbildungen des Hauptnahrungsfisches in dem Gewässer in dem ich gerade fische. Das sind meistens kleine Barsch oder Weißfischimitationen.

Das Laufverhalten:
Mitunter der wichtigste Punkt überhaupt. Der Wobbler ihrer Wahl sollte schon beim leichtesten Zug arbeiten. Das ist wichtig vor allem beim Schleppen wenn man gelegentlich eine Pause macht. Zugleich ist es aber auch so, dass man z.B. für fließende Gewässer eher Wobbler nehmen sollte, die nicht so sensibel auf Zug reagieren. Das hat folgenden Grund. Durch die Strömung in einem Fließgewässer multipliziert sich der Druck und somit der Zug auf den Wobbler, was zur Folge hat, dass er wie von sinnen zappelt. Gut werden sie denken, das kann ja nicht schaden. FALSCH! Wenn ein Wobbler über seine Grenzen hinaus beansprucht wird, treibt er an die Oberfläche und fängt an, an dieser herumzuschlittern, ähnlich einem Jerkbait.

Eigenschaften:
Schwimmend:
Die wohl am meisten verkauften Wobblermodelle sind die Schwimmenden. Kein Wunder, sie neigen kaum dazu sich irgendwo festzusetzen, selbst wenn man in hindernisreichen Gewässern fischt. Das liegt vor allem daran, das wenn man den Druck reduziert der Wobbler gegen die Oberfläche strebt. Eine besonders beliebte Strategie unter Flussanglern ist es, den Wobbler einige Meter vor eine fängige, aber von Büschen gesäumte und damit nicht anwerfbare Stelle zu werfen und den Wobbler nun auf die besagte Stelle zutreiben zu lassen. Kurz vor dem Erreichen der Stelle wird die Schnur auf Zug gebracht und der Wobbler beginnt zu tauchen und zu arbeiten.

Sinkend:
Sinkende Wobbler erfreuen sich besonders bei Schleppspezialisten die tief hinab wollen, großer Beliebtheit. Selbst der tieflaufendste schwimmende Wobbler kann kaum unter die 11m Marke tauchen. Ab hier sind sinkende Köder gefragt. Der Fachhandel hält hier eine große Auswahl bereit. Beachten sie vor dem Kauf bitte, dass in der Tiefe andere Lichtverhältnisse herrschen als an der Oberfläche und beziehen sie diese Überlegung bei ihrer Wahl mit ein.

Suspender:
Diese relativ junge Gattung an Wobblern zeichnet sich durch besondere physikalische Eigenschaften aus. Ihre Dichte ist die des Wassers gesehen relativ ähnlich (mag sich zwar dumm anhören, ist aber als gesamtes betrachtet eine Tatsache). Diese Wobbler verharren regungslos im Wasser, wenn man den Druck verringert. Sie können sowohl sehr tief als auch sehr flach geführt werden, alles eine Frage der Technik und des Drucks. Suspender kommen vor allem bei der Uferangelei zum Einsatz.

Führung:
Die richtige Führung eines Wobblers ist mittlerweile eine Glaubenssache geworden. Die einen sagen abwechslungsreiche Führung führt zum Erfolg, die anderen meinen stupides einkurbeln würde auch reichen. Ich meine, das sollte jeder für sich selbst ausprobieren. Tatsache ist aber, dass Hersteller wie Rapala in ihren Werbevideos eine eher abwechslungsreiche Führung des Köders empfehlen. Vor allem kurzes Rucken und anschließendes Verharren des Köders hat sich bewährt.

Qualität:
Qualität kann man leider nicht von außen erkennen. Aber es gibt einige Merkmale die auf gute Wobbler hinweisen können. Als da wären die Qualität der Haken. Machen sie wenn möglich die Nagelprobe um zu erkennen ob es sich hierbei um Haken der gehobenen Qualitätsklasse handelt. Der Greifer sollte schon bei leichtem Druck im Nagel hängen bleiben. Schauen sie dich die Verarbeitung an, gibt es Lacknasen oder sind die Metallelemente schief, dann lassen sie lieber die Finger vom dem Produkt. Hierbei handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein 0815 Massenprodukt. Wenn möglich kaufen sie nur Wobbler großer Firmen die sich bereits auf den Markt profiliert haben. Rapala, Bomber oder Salmo. Hier können sie sicher sein ein hochwertiges Produkt zu kaufen. Interessant sind meistens auch Modelle mit der Verpackungsaufschrift „tank tested“.

Material:
Das Urmodell des Wobblers war aus Holz, und selbst heute ist noch ein Grossteil der auf dem Markt befindlichen Wobbler aus Holz gefertigt. Für welches Material man sich entscheidet ist eine Glaubensfrage. Allerdings hat Holz auch seine Nachteile. Sollte z.B. durch einen Hechtbiß die Oberflächenlackierung in Mitleidenschaft gezogen werden, so kommt es nicht selten vor, dass sich das darunter liegende Holz mit Wasser voll saugt. Ein solcher Wobbler quillt auf und ist dann eigentlich nicht mehr zu gebrachen. Also was die Haltbarkeit betrifft, sind Plastik Wobbler ihren hölzernen Kameraden überlegen.

Plastikmodell weisen einige wichtige Vorteile gegenüber Holzwobblern auf. In ihrem inneren lassen sich Geräuschkugeln verarbeiten und durch ihre harte Oberfläche ist die Resonanz im Wasser wesentlich besser. Es entstehen dadurch hörbar mehr Schwingungen. Darüber hinaus sind sie extrem Haltbar und unterliegen nicht materialbedingter Schwankungen wie etwa Holz. Allerdings habe ich schon einige Male erleben müssen wie sich unter Druck die Ösen aus den Plastikwobblern verabschieden. Diese sind bei Holzmodellen anscheinend belastbarer.

Die Form der Tauchschaufel:
Sie bestimmt wie und in welcher Tiefe der Wobbler arbeitet.

Ausnahmen:
Wie heißt es doch so schön, keine Regel ohne Ausnahmen. Das gilt auch bzw. besonders beim Angeln.

Dieser Wobbler besitzt gar keine Tauchschaufel. Sein Arbeitsbereich liegt, je nach Führungsgeschwindigkeit, am Grund.

Eine weitere Ausnahme stellen Oberflächenköder dar. Hier fehlt die Tauchschaufel ebenfalls gänzlich. Sein Wirkungsbereich beschränkt sich auf die Oberflächenregion.

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Profilbild

Pete

Geboren, Grundschule, Gymnasium, Uni usw. Seit 2009 im Qualitätsmanagement einer Firma für Biosensoren/Schnelltests
Erste Angelschritte im Jahr 1990
Partner
www.angler-oase.de
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2 Gedanken an “Was ist ein guter Wobbler

  1. Besucher


    ich habe 2 koffen voll rapala mit den bin ich auf jeden fall zufrieden sind so ca 150 stück die ich geerbt habe sind auf jeden fall gut fängig:inlove:

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