Fischbestände und Klimaerwärmung – Gewinner und Verlierer unter den Fischarten.

welt.de hat in einem kürzlich veröffentlichtem Artikel auf neue Erkenntnisse von Martin J. Genner und Stephen D. Simpson von der Universität Bristo hingewiesen. Im Fokus der untersuchungen stand herauszufinden welche Auswirkungen die Klimaerwärmung auf Fischbestände in nordeuropäischen Gewässern hat. In mühevoller Zusammenarbeit haben diese Daten zusammengetragen von :

  • 11 unabhängigen Studien aus einem Zeitraum von 28 Jahren
  • 1,2 Mil. Quadratmeter Meeresboden der Nordatlantik von 5 – 592 Meter
  • Fänge von 25612 Netzfischerbooten
  • 100 Mil. Fische aus 177 Arten analysiert

Ein paar wichtige Daten haben wir für Sie zusammengefasst :

  • Seit 1962 einen Temperaturanstieg von 1,5 Grad in der Nordsee
  • schätzungsweise 40 neue Arten aufgrund des wärmeren Wassers nun in der Nordsee anzutreffen
  • Dorsche wandern vermehrt von der Nordsee in kältere gefilde ab. Stattdessen macht sich die Streifenbarbe, mehrere Schneckenarten, Quallen und Großalgen breit.
  • Seit 2003 sind die Schutzzone der Meeresflächen um 150% gewachsen

Die Forscher stellen fest: „72 Prozent dieser verbreitetsten Arten reagieren eindeutig auf die Erwärmung des Wassers“. Kurz zusammengefasst:
Diese Fische kommen besser mit der Erwärmung klar :

  • Rote Bandfische
  • Glänzende Schleimköpfe
  • Graue Knurrhähne
  • Zwergzungen
  • Seehechte
  • Rotbarbe

Diese Fische kommen nicht mit der Erwärmung klar :

  • Dornhaie
  • Rotbarsche
  • Norwegische Stintdorsche
  • Atlantische Kabeljau
  • Atlantischer Schellfisch

Da die Fänge der gewinnbringensten Fischarten zunehmend ausbleiben haben sich große Fischereiboote darauf spezialisiert in Tiefen von 200 bis 500 Meter zu fangen. Die Forscher weisen darauf hin dass dies weder wirtschaftlich noch ökologisch rentabel sei. Die in Tieferen gefilden vorherrschnde Kälte hat auch eine verzögerte Entwicklung und spätere Geschlechtsreifheit der Kleinfische zur Folge. Viele Arten werden hierduch unnötigem Druck ausgesetzt.


Quelle: Welt.de

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