Einheimische Frösche im Spätherbst 2019

Früher, als ich noch regelmäßig mehrtägige Ansitze auf Karpfen hinter mich brachte, waren sie besonders in den Abendstunden oft zu hören – Frösche. Erst fing es ganz harmlos an. Einzelne Exemplare quakten in der Nähe meines Zelts vor sich hin um weibliche Artgenossen auf ihr Single Dasein aufmerksam zu machen. Dann ging es meist recht schnell.

Auf Augenhöhe mit dem Quaker

Kaum fing ein Exemplar zu quaken an, stimmten andere Individuen mit ein bis sich das Ganze schließlich zu einem Crescendo der Quaklaute steigerte. Im Nachhinein betrachtet eigentlich eine tolle Sache, bedenkt man doch, dass mittlerweile alle heimischen Amphibienarten – zu Recht – vollständig geschützt sind. Damals freilich fand ich es wenig erbaulich die halbe Nacht von den kleinen Terroristen wach gehalten zu werden. Schieben wir diese Einstellung einfach mal auf mein jugendliches Unwissen.

Erstaunlich wie hübsch die Augen bei diesen Tieren sind.

Heutzutage freue ich mich jedes Mal wenn ich die Chance habe einen der kleinen Quaker zu sehen. Leider kommt dies in letzter Zeit immer seltener vor. Verbauung und Verschmutzung der Gewässer, eingeschleppte Neozoen (Waschbär!) und der Chytrid Pilz machen den Amphibien hierzulande das Leben schwer.

Wenn man sich ruhig und vorsichtig verhält, lassen einen die Frösche auch entsprechend nahe heran kommen. Das dürften sich einige Franzosen auch zu nutze gemacht haben ;)

Umso mehr freut es mich, dass ich vor wenigen Tagen einige gute Aufnahmen von Seefröschen machen konnte.

Frei nach Humphrey Bogart: Schau mir in die Augen, Kleines.

Diese sehr große Froschart hat ein sehr lautes „Organ“ und kündigt seine Anwesenheit entsprechend lautstark an. Außerdem gehört der Seefrosch zu den buntesten einheimischen Amphibien.

Nein, das ist kein juveniler Frosch mit Akne sondern eine Gelbbauchunke. Die Augen sind hier nicht ganz so hübsch wie bei den anderen Froscharten, dafür ist die Pupille ziemlich ausgefallen geformt.

Immer wieder faszinierend finde ich auch die Augen… im Gegensatz zu Feuersalamandern und Molchen sieht man hier richtig schön die Iris.

Da sitzt er – bereit sich die nächste Fliege reinzuballern – oder abzutauchen.

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Pete

Geboren, Grundschule, Gymnasium, Uni usw. Seit 2009 im Qualitätsmanagement einer Firma für Biosensoren/Schnelltests
Erste Angelschritte im Jahr 1990

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