ZanderAngeln mit Köderfisch

Köderfischpräsentation

Wer kennt ihn nicht, den Zander als den listigen heimlichen Räuber unserer Flüße und Seen. Viele Angler verwerfen den Gedanken auf ihn zu fischen, nur weil sie die ersten Male keinen Erfolg hatten. Dabei ist es relativ einfach. Das wichtigste neben der richtigen Montage ist die richtige Zubereitung des Köderfisches. Die Größe spielt eine untergeordnete Rolle, wobei großer Köder gleich großer Fisch nicht immer zutrifft. Am besten bereitet man den Köderfisch folgendermaßen zu: Man nehme den Köderfisch und entschuppe ihn vorsichtig. Das verbreitet ein angenehmes, fischiges Aroma unter Wasser, und erspart uns die kosten für einen teuren Lockstoff. Zusätzlich kann man noch kleine Einschnitte in die Flanken des Köderfisches machen, erfahrungsgemäß sollte man aber dabei die Schwimmblase nicht verletzen da sonst keine natürlich Präsentation mehr möglich ist.

Immer frische Köderfische – Aufbewahren und Hälterung von Köderfischen

Fast jeder Raubfischangler kennt das Problem vor oder während dem Ansitzangeln: „ Wo zum Geier soll ich jetzt Köderfische herbekommen?“ Dafür gibt es drei Lösungen.

  1.  Vor oder während dem Angeln einfach ein paar kleine Köderfische stippen. Leichter gesagt als getan. Das schließt ein das man jedes Mal zum Raubfischangeln auch wieder sein Friedfischzeug mitschleppen muss. Als ob man nicht schon genug zum schleppen hätte….. Darüber hinaus ist eine feine Rute samt Montage noch lange kein Garant das dann auch die Köderfische beißen. Sollten sie tatsächlich entgegen aller Gewohnheit beißen, haben sie leider ziemlich oft die falsche Größe. Aber so ist das nun mal. Wehe dem der eine Senke hat. Er ist fein raus, zumindest wenn er sie benutzen darf und auch die Stellen kennt, an denen sich Kleinfische in der richtigen Größe aufhalten. Meist kann man mit einem Wurf mehrere gute Köderfische fangen. Aber Achtung, viele der Kleinfische die beim Senken gefangen werden stehen unter Naturschutz und unterscheiden sich ohne einen genaueren Blick darauf zu wenden leider kaum von den herkömmlichen Weißfischen. Mir gehen z.B. regelmäßig Schneider, Elritzen, Stichlinge und Bitterlinge ins Netz, welche natürlich schonend zurückgesetzt werden. Wenn es gut läuft kann man mit der Senke innerhalb von Minuten (zumindest in der Theorie, in der Praxis sieht alles wieder gaaaanz anders aus) einen ordentlichen Vorrat an Köderfischen fangen. Womit wir bei Punkt zwei wären.
  2. Die gefangenen Köderfisch vom letzten Angeltrip werden sachgerecht getötet und dann eingefroren. So hat man immer einen relativ frischen Köder zur Hand. Wichtig ist, die Fische rechtzeitig aus dem Gefrierschrank zu nehmen. Einige Spezialisten frieren die Köderfische zusammen mit Meeresfischen ein, damit diese den Geruch der Meeresfische annehmen (angeblich hat Salz eine anziehende Wirkung auf unsere Raubfische, Forscher vermuten das das mit dem Blutsalzgehalt der Beutefische zusammenhängt, wenn also ein Fisch verwundet ist, muss das wohl salzähnlich riechen, weshalb der neueste Ködertrend unter den Gummiangler auch dazu geht, gesalzene Köder zu kaufen).
  3. Eigentlich meine Lieblingslösung. Die gefangenen Fische werden lebend in einem Köderfischeimer mit Pumpe mit nach Hause genommen und dort bis zum nächsten Angeln gehältert. Wie das geht ohne sich gleich ein Riesenaquarium zu kaufen? – Ganz einfach. Einfach das nächste mal dem Betteln und Drängen der besseren Hälfte (meistens die Lebensabschnittsgefährtin oder die Mama) nachgeben und mit ihr zum IKEA fahren. Dort nach ein großen, ca. 40x25x25cm großen, durchsichtigen Plastikwanne Ausschau halten und dann zum Schnäppchenpreis von nur 2,5€ incl. Deckel käuflich erstehen. Damit wäre zumindest die Frage nach dem „worin lagern“ geklärt. Nun fühlt sich so ein Fisch aber in einer Wanne ohne alles nicht besonders wohl. Daher einfach etwas Kies vom Gewässer mitnehmen und damit den Boden ca. 4 cm hoch auffüllen. Wenn’s geht noch ein paar Wasserpflanzen dazu um den ganzen einen zwar provisorischen aber dennoch gemütlichen Eindruck zu geben. Cyprinidenartige lassen sich zwar ohne Pumpe etc. hältern, dennoch sollte das Becken über eine Pumpe oder einen Filter Verfügen. Am einfachsten sind Membranpumpen oder Sprudelpumpen. Sie kosten nicht viel, ca. 6€ ( www.reptilica.de ) und  haben einen Stromverbrauch von 2 Watt, also äußerst wenig. Pro Becken reicht meist eine Pumpe. Diese kann man entweder mit einer Zeitschaltuhr versehen, so dass die Fische zu bestimmten Zeiten ihre Sauerstoffdosis bekommen. Wichtig: Suchen sie für das Becken keinen Platz in der direkten Sonne. Die Fische würden rasch eingehen. Das andere Extrem ist genauso schädlich, ebenso die Hälterung direkt neben einer laufenden Heizung. Am besten sie stellen das Becken auf einen Balkon, Nord oder Westseite. Aus eigener Erfahrung lassen sich damit Rotaugen, Rotfedern, Lauben und kleine Barsche problemlos über Monate hältern. Wichtig erscheint noch, dass sie etwas über das Becken legen, z.B. den Deckel, den es bei der IKEA Box dazu gibt. Jungfische haben die Angewohnheit, recht sprungfreudig zu sein. Am besten sie schneiden noch ausreichend kleine Löcher in den Deckel, damit die Luft einigermaßen zirkulieren kann. Sollten die Löcher zu groß geworden sein, klaut eurer Freundin oder Mutter ne ausrangierte Strumpfhose und zieht diese über die Löcher. Selbst wenn sie alle Fische heraus gefangen haben, kippen sie das Wasser nicht weg, gießen sie ihre Pflanzen damit. Sehr guter Dünger. Apropos Wasser. Je nach Fischbestandsdichte im Becken sollte das Wasser ca. einmal pro Woche gewechselt werden. Die Fische sollten alle 2 Tage oder besser noch jeden Tag gefüttert werden. Anfangs verweigern sie sicher noch die Nahrungsaufnahme, aber meist nicht lange.  Fangen sie an zu fressen, haben sie sich eingewöhnt. Das Futter besteht meistens, je nach Fischart, aus Dosenmais, Würmer, Wasserflöhen, Brot oder Flockenfutter. Der eine oder andere Angler ist so schon zu einem begeisterten Aquarianer geworden.

So sieht die Ikea Box aus in der man kostengünstig seine gefangenen Köderfische aufbewahren kann. Auf den Boden können Kies und Wasserpflanzen gelegt werden.

Eine günstige Sauerstoffpunpe sorgt dafür, dass die gehälterten Köderfische überleben. Trotzdem sollte das Wasser regelmäßig gewechselt werden.

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Pete

Geboren, Grundschule, Gymnasium, Uni usw. Seit 2009 im Qualitätsmanagement einer Firma für Biosensoren/Schnelltests
Erste Angelschritte im Jahr 1990
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19 Gedanken an “ZanderAngeln mit Köderfisch

  1. Dortmunder20

    Zander Angeln mit Köderfisch (So einfach ist das auch wieder nicht)
    Hallo!

    Na so einfach ist das mit dem Zander fangen auch nicht.
    Ein Köderfisch, der gut duftet reicht da bei weitem nicht um einen Znder aus einem Gewässer zu fangen,welches nicht grad unberührt ist.
    Oft machen schon kleinigkeiten den unterschied zwischen einem Erfolgreichen Tag und einer leeren Pfanne aus.

    An manchen Tagen beißen die Zander ausschließlich auf eingefrorenen Fisch.

    Außerdem ist es sehr wichtig welche Hakengröße manbenutztund wie man den Harken am besten plaziert.

    Mein Tipp: Den Haken einfach mal so aufziehen, dass er am schwanz des fisches rausguckt.

    Petri Heil!!

  2. ArturO

    Zum Haken
    Vielen Dank Dortmunder20 für deinen Kommentar. :!

    Ich persönlich platziere den Haken auf Rat eines Angekolegen immer am Kopf des Köderfischchens. Anders als beim Gummifischangeln, schnappt sich der Zander den Köderfisch immer Kopf-voraus.
    Ich werde es demnächst im Vergleich mit 2 verschiedenen Angeln testen ob bei einer anderen Hakenposition Fehlbisse entstehen.

    Als ich, noch dieses Frühjahr , mit gefrorenen gekaufeten Makrelen gefischt habe, konnte ich nicht punkten. Bestimmt sind mit eingefrorenem Fisch, die Köderfische vom Vortag gemeint. Was die Zander verleitet ausschließlich gefrorene Köderfische zu schnappen kann ich mir nicht erklären.

  3. Dortmunder20

    Zander Angeln mit Köderfisch
    Hey Artur.
    Die Vorteile mit der Hakenspitze im Schwanz sind die, dass der vorsichtig beißende Zander viel leichter zu haken ist, weil die hakenspitze schön frei liegt und sich nicht im maulwinkel des Köfis verstecken kann.
    Außerdem denke ich, dass es dem zander vorallem bei relativ trüben wasser egal ist, ob er den [u]toten[/u] fisch nun am schwanz oder am kopf packt.

    Mit eingefrorenen Köderfischen meinte ich auch ehr kleine Barsche oder Weißfische, welche allerdings nicht vom vortag sein müssen.
    Es muss wohl der geruch der eingefrorenen köfis sein, der die zander an meinem gewässer nicht selten zum biss verführt.

  4. Müller der


    Ich bin ebenfalls der Meinung das der haken in der Schwanzflosse besser ist da der znder denn weniger verdacht schöpft und auch die großen vorsichtigen zander drauf gehen.

    Aber das mit dem gefrorenen Fischen kann ich auch nicht beführworten meiner erfahrung nach beissen die Zander lieber auf frische Köderfische!

    So haut rein und Petri Hei!!!

  5. Besucher


    Hallo zusammen

    Habe an meinem Gewässer die erfahrung gemacht dass es keine rolle spielt ob frisch oder gefroren, hauptsache Hacken am Schwanz.
    Köder auf Grund, Bügel offen und warten.

    Petri Heil

  6. sandro

    zanderangeln mit Köderfisch
    Bei uns ist das vom Gewässer zu Gewässer unterschiedlich. Schaut einfach wie viel und welcher Köderfisch im wasser reichlich vorhanden ist, meist klapt es mit dem am besten. Aber denkt dran nicht nur der Köderfisch, sondern viele andere Sachen spielen dort auch eine Rolle.
    Na dann viel Glück ;-)

  7. Besucher


    Das ist ja alles ganz richtig und man kann auch nicht ausschließen, dass gewisse Methoden mehr zum Erfolg führen als andere. Doch:
    Man darf nun trotzallem nicht vergessen, dass der Zander ein fisch ist der bei seiner Nahrungsaufnahme äuserst preziese vorgeht. Er lebt nicht umsonst meis in trüben Gewässern da er über sehr sensiblen sinnesorganen aussgestatted ist. was ich damit sagen will ist, dass man sich am gewääser sehr ruhig, ausdauernd und mit einem offen auge aufhalten muss um einen Zander zu überlisten. Wenn man auf diese Kriterien eingeht kann man anfangen sich mit Montagen und Gefriertruhen unterhalten: also PETRI !!! ;-)

  8. mooori


    meine meinung ist das alles was ihr sagt schon richtig ist aber mit eingefrorenen köfis lässt sich sehr gut werfen deshalb werden sie von vielen fischern bevorzugt nicht weil sie besser riechen als andre ich glaube sogar das frche besser riechen:!

  9. Besucher


    Wir haben es ausprobiert. In den kalten Monaten beißen die Zander eher auf einen -einmal- eingefrorenen Fisch, als auf einen frischen. Wir haben mit 3 Leuten Buch geführt. Zu 80 % kamen die Bisse auf den eingefrorenen. In den warmen Monaten sieht die Sache anders aus. Wichtiger ist jedoch eine feine Montage, ohne Widerstand.

  10. Besucher


    ich finde,dass frische fische besser funktioniert haben als eingefrorene.und außerdem reicht es völlig aus nur die flanken einzuritzen. den köderfisch befestige ich durch eine nckenköderung.hierbe wird ein etwa 5-10 cm langer fisch mit der ködernadel aufgezogen.mein erfolgreichsten köderfische sind: barsche und gründlinge.ich konnte an einem tag mit kleinen barschen 8 zander erbeuten.leider war dies ein einmaliges erfolgserlebnis.am besten fange ich die zander in den frühen morgenstunden oder in der dämmerung.

    petri heil zobert

  11. Besucher


    Ich habe die erfahrung gemacht das der Zander Abends in der Dämmerung bis ca 1 stunde nach der dämmerung beißen. Am besten aber muß es ein wenig Windig sein und ein paar Wellen müßen auch da sein. Aber am besten fängt man Zander im Herbst so zwischen September und dezember weil die sich da aufs Laichen vorbereiten. Das merkt man auch da drann wenn man im Sommer einen Fängt ist er zeihmlich schmal und im Herbst/Winter ganz schön Dick (die brauchen halt Polster für denn Winter).
    Wenn man die schwimmblase zerstört kann man sich auch mit Styropor helfen. ich nehme dazu immer von der Verpackung von denn Tauwürmern und schneide da ein Streifen ab und stecke ihn vorsichtig ins Maul hat denn vorteil das der Fisch ein wenig schwimmt

  12. Besucher


    :-( Also ich finde es nicht gut wenn der Haken am Schwanz angebracht wird.Der Zander nimmt den Fisch von vorn,merkt er dann doch was,spuckt er Ihn wieder aus.
    Am besten ist es den Einzelhaken mit der Ködernadel durchs Maul aufzuziehen,so das die Hakenspitze seitlich heraus schaut,dann das Vorfach an der Schwanzwurzel vernähen damit der Fisch seine normale Körperhaltung beim auswerfen nicht verliert.
    Vieleicht den Fisch noch von seinen Schuppen befreien.

    Petri

  13. smeyken

    köderfisch
    Ich kann nur eins sagen. Der Gründling is der beste Zanderköderfisch den es überhaupt gibt. Wenn man weiss wo man sie bekommt dann ordenlich ein paar stippen und ab geht die Zander jagt.

  14. ein alter erfahrener angler

    zander on eis
    hi gehe schon jahrelang auf zander am rhein den haken lasse ich zum schwanzende rausstehen!! gerne hänge ich ihn auch einfach nur mal ikm maul ein mann verliert quch mal einen aber ich gehr ja zum spass!! persönlich gehe ich gerne mit frischem köderfisch auf zander und am liebsten auch lebend das sage ich euch!! gefroren geht auch aber ist net so mein fall!! was viel ausmacht ist die montage!! naja weiterhin petri hiel!! mfg:baaa:

  15. Besucher


    hier können wir ja reden ja ich gebe auch zu dass ich nur mit lebendem köderfisch angele und auch viel erfolg damit habe!! mein köder auf zander ist immer ein gründling, dennder gründling ist ein bodenfisch das heißt wenn ich mit schwimmer auf hecht angelestelle ich den schwimmer ins mittelwasser denn der grüngling will ja immer auf grund!! er macht viel im mittelwasser rum und erregt aufsehen auf die zander!! christoph8-)

  16. Besucher


    hallo allerseits,

    also bei mir siehts mit den zandern noch nicht so rosig aus.
    habe aber auch erst letztes jahr mit der zanderfischerei angefangen.
    ich muß sagen, das ich viele fehlbisse hatte, weil mein blei zu schwer war. aber ende sommer hab ich dann auch meine fänge gemacht.

    was ich zu der frage sagen wollte, warum gefrorene köderfische oft besser beißen:

    ich kann da nur sagen was ich mit zander, aber im übermaß beim hecht beobachtet habe: –

    – wenn der köderfisch leichte beute ist, auf grund von witterung, jahreszeit ect., geht der raubfisch lieber auf frischen köder.

    – wenn aber der köderfisch schwieriger zu erbeuten ist, sucht der raubfisch tote, kranke und anderweitig unfrische köder. und weil der
    gefrorene ja doch schon ein paar stündchen im fischhimmel ist, treten erste verwesungsgerüche auf. und da der zander ein sehr sensibler räuber ist ….

    übrigens, was die montage angeht hab ich so meine eigene variante:

    ich kümmer mich nicht darum ob am kopf oder am schwanz!
    ich plazier auf beiden seiten nen drilling. denkt mal drüber nach:!

  17. Besucher


    Hallo,

    ich will demnächst auf Zanderjagd auf Grund gehen!
    Meine Fragen sind folgende!
    Einzelhaken, Drilling oder 2 Drillinge und welche Größe?
    Die Hakenspitzen zum Schwanz oder Kopf hin?
    Stahlvorfach erforderlich?
    Welche Bleigröße und welche Montage mit Blei?

    Vielen Dank

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